Zwischen Corona-Verordnungen und den Bedürfnissen nach Geselligkeit und Gemeinschaft

Administrator (admin) on Sep 22 2020

Weißenthurms Vereinsringsvorsitzender Manfred Henneberger berichtet von Absagen, Beschränkungen und alternativen Maßnahmen

 

WEISSENTHURM. (jab) Unter den bekannten Corona- Voraussetzungen sind zwar etliche Ausnahmen hinsichtlich der Durchführung von kleineren Maßnahmen möglich, doch das sind nach Aussage des Weißenthurmer Vereinsringsvorsitzenden Manfred Henneberger eher die Ausnahmen. Allerdings können Trainingseinheiten diverser Abteilungen des TV Weißenthurm, vom BSV, dem Bouleclub sowie von der Tischtennis-Spielgemeinschaft Weißenthurm-Kettig (immer mit der Forderung nach Abstand und entsprechenden Hygiene-Maßnahmen) durchgeführt werden.

Vom DRK kommt die Meldung, dass bereits ein Blutspendetermin stattgefunden hat und ein weiterer vorgesehen ist. Und auch die Gottesdienste in der katholischen Kirche finden (alle zwei Wochen , abwechselnd mit den spanischen Gottesdiensten) statt. Vereinsringsvorsitzender Manfred Henneberger teilte jedoch mit, dass andere Organisationen wie zum Beispiel die Weißenthurmer Schützenbruderschaft organisatorisch kaum aktiv sein.

Das Königsschießen ist ebenso abgesagt wie die beliebten „Stadtmeisterschaften“.

Henneberger verwies darauf, dass die Schützenbruderschaft ihren großen Saal dem Männergesangverein zum Proben zur Verfügung stellt, da dessen Proberaum am Rheinufer in der derzeitigen Situation des Abstandshaltens einfach zu klein ist.

Mehr als 50 Vereine

Er zählt mehr als 50 Vereine auf, die Mitglieder im Weißenthurmer Vereinsring sind, die von der Arbeiterwohlfahrt über die Bürgerinitiative „Wir gegen Bahnlärm“, den politischen Parteien, den diversen Fördervereinen, dem DRK und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein, den Pfadfindern und den Gesangvereinen bis hin zu den Kirchengemeinden und dem Geschichtsverein reichen und sich allesamt mit und für die Bürger der Stadt engagieren.

Dabei ist festzustellen, dass die vielen Veranstaltungsabsagen, die zum Teil schon bis in den Winter des kommenden Jahres reichen, für die Vereine selbst sowie für die erwartungsvollen Bürger und Bürgerinnen ziemlich traurig sind. „Es sind ja nicht nur die entgangenen Einnahmen die schmerzen. Es ist vor allem die damit einhergehende Vereinzelung, die entgangene Lebensfreude und die fehlende Gemeinschaft, die das Leben in der Stadt ansonsten so positiv beeinflußen.

Doch freut es mich zu sehen, wie die Kinder auf den Spiel- und Sportplätzen toben und wenn die kommunale Jugendarbeit immer wieder Maßnahmen anbietet“ ist der inzwischen 65-Jahre alte Vereinsringsvorsitzende, der gemeinsam mit Johannes Juchem die Beigeordneten-Funktionen bei der Stadt ausübt, dankbar für jede Aktivität, die durchgeführt werden kann.

Seit 14 Jahren ist Henneberger Vereinsringsvorsitzender, der ehemals bei Schmalbach eine Ausbildung absolvierte und später insgesamt 39 Jahre bei den Neuwieder Stadtwerken bzw. bei der Stadtverwaltung arbeitete und bei seiner ehrenamtlichen Funktion durchaus so manches Tief, aber auch sehr viel Freude erlebte, die diese Organisation geprägt hat. „Wenn auch von der Arbeit des Vorstandes eher wenig an die Öffentlichkeit dringt, so sind doch zahlreiche organisatorische Arbeiten zu leisten, die der Vorstand mit großem Engagement tätigt.“

Viele Absagen

Leider musste er auch registrieren, dass die beliebte, ansonsten vom Verkehrs- und Verschönerungsverein und der Stadt durchgeführte Reinigungsaktion (Proppertage) nicht stattgefunden hat. Ebenso sind die von der „Bahnlärm-Initiative“ Weißenthurm unterstützten monatlichen Demonstrationen am Neuwieder Bahnhof bis auf weiteres abgesagt.

Wie die Thurer Bürger feststellen konnten, hat die diesjährige Kirmes aus den bekannten Gründen nicht stattgefunden und auch die traditionellen Karnevalsveranstaltungen werden ausfallen.

Wie von Henneberger weiter mitgeteilt und von der neuen Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Verbandsgemeinde, Katharina Demleitner, bestätigt wurde, hat VG-Bürgermeister Thomas Pryzyballa eine Zusammenkunft aller diesbezüglichen Vereine in der Verbandsgemeinde angeregt, um gemeinsam nach Chancen und Möglichkeiten der Durchführung entsprechender karnevalistischer Events zu suchen.

Einen besonders herzlichen Dank sagte der Vereinsringsvorsitzende den 23 Helfern und Helferinnen, die sich zur Verfügung gestellt haben, um insbesondere älteren Bürgerinnen und Bürgern behilflich zu sein und sie beim Einkauf, bei Behördengängen, beim Spaziergang und anderen Aktivitäten zu unterstützen.

 

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